Wie kann ich Land besitzen?

Eine scheinbar banale Frage. Nicht aber in einem Land wie Tansania. Gut drei Viertel der Menschen in Tansania sind unmittelbar vom Land und der Landwirtschaft abhängig. Doch die Landrechtsfrage ist alles andere als geklärt.

Die NGO Hakiardhi (= Landrecht) wird von Welthaus Graz und der DKA in ihrer Arbeit rund um das Recht auf Land unterstützt. Hakiardhi versucht dabei durch Lobbying auf politischer Ebene dieses elementare Recht durchzusetzen – momentan etwa in der Diskussion um die neue Verfassung – aber auch in ihrer unmittelbaren Arbeit mit Bauern und Bäuerinnen, die durch Trainings über ihre Rechte aufgeklärt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kleinbauern und DorfbewohnerInnen nicht durch Investoren ihrer Lebensgrundlage beraubt werden können.

Am 18. März können wir ein solches Training besuchen. Wesentlich gibt es zwei Formen von Landbesitz. Einerseits durch Landtitel, aber andererseits auch durch traditionelles Nutzungsrecht, dies ist aber nur bei „Village Land“ möglich. Dass momentan vielfach noch nicht einmal ein Zehntel des „Dorflandes“ registriert und vermessen ist, macht deutlich, dass die Menschen in ländlichen Regionen Tansanias ungemein gefährdet sind, ihren Zugang zu Land zu verlieren. Landkonflikte stehen deshalb – in unterschiedlichster Natur – an der Tagesordnung.

In den Trainings werden die Fragestellungen der DorfbewohnerInnen behandelt und beantwortet. Wie kann ich mein Land absichern? Wie kann man Landkonflikte behandeln? Wie sieht es bei Frauen aus? Wer kann über den Verkauf von Land entscheiden? Was kann unser „Dorfland“ registriert und abgesichert werden?

Die Antworten auf diese Fragen sind von elementarster Bedeutung für die Kleinbauern in Tansania. Ohne entsprechendes Wissen um Landrecht laufen viele Gefahr, diese Lebensgrundlage zu verlieren. Die Arbeit von NGOs wie Hakiardhi ist deshalb von höchster Wichtigkeit.

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