Unrecht beseitigen

Foto: Luciano Bernardi | CPT Bahia

Welthaus will in der Arbeit mit marginalisierten Menschen gemeinsam Veränderungen herbeiführen, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Das geschieht durch die Unterstützung der Zivilgesellschaft in den Projektländern, damit diese ihre Forderungen für eine gerechte Entwicklung einbringen und umsetzen kann. Welthaus unterstützt Projekte, die sich für die Sicherung der Rechte auf Land und Nahrung einsetzen. Da österreichische und europäische Politiken oft negative Auswirkungen auf die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern haben, engagiert sich Welthaus auf nationaler und internationaler Ebene, um zum Abbau ungerechter Strukturen und Rahmenbedingungen beizutragen.

Welthaus tritt für den Zugang zu Nahrung und Land ein, um damit die Basis für Ernährungssouveränität zu legen. Europäische Landwirtschafts-, Wirtschafts-, und Handelspolitiken wirken sich oft negativ auf Entwicklungsländer aus. Die EU hat sich allerdings im Vertrag von Lissabon dazu verpflichtet, dies zu vermeiden. Es braucht aber politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu Produktionsmitteln wie Wasser, Saatgut und vor allem Land sicherstellen.

Die globale Förderung von Agrotreibstoffen und der hohe Fleischkonsum gefährden jedoch diesen Zugang, da immer mehr Landflächen in Entwicklungs- und Schwellenländern für den Anbau von Futtermitteln (z.B. Soja) und Rohstoffen für Agrotreibstoffe (Soja, Palmöl, Zuckerrohr) beansprucht werden. Andererseits werden lokale Wirtschaftskreisläufe durch Billigexporte aus der Europäischen Union (Milch(-pulver), Obst, Gemüse, Fleisch) zerstört. In diesen Bereichen müssen entsprechende Veränderungen herbeigeführt werden.

Schwerpunkte:

Die Agrotreibstoffpolitik Österreichs und der Europäischen Union

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union

Beide Themenfelder beeinflussen die Möglichkeit der Erreichung von Ernährungssouveränität weltweit und tragen dazu bei, dass das Recht auf Land vor allem in Entwicklungsländern gefährdet wird.

Welthaus engagiert sich zudem in regionalen, nationalen und internationalen Netzwerken und Dachverbänden, damit auf den entsprechenden Ebenen Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgen.

International: CIDSE, Biofuels Group

Österreich: KOO (Arbeitsgruppe Anwaltschaft), Globale Verantwortung (AG Landwirtschaft und Entwicklung), Plattform Wir haben es satt, Nyeleni Austria, Netzwerk Agrotreibstoffe

Steiermark: Arbeitsgruppe Schöpfungsverantwortung, System Change not Climate Change