Das Vorzeigeprojekt der Entwicklungsbank DEG zur Biosprit-Produktion in Sierra Leone ist gescheitert. Hilfswerke fordern Konsequenzen.

Ein Paradebeispiel sollte es werden, Vorzeigeprojekt einer rundum entwicklungswirksamen Investition in einem der ärmsten Länder der Welt. Mit nachhaltiger Wirkung im umfassendsten Sinne. Sierra Leone sollte es Aufschwung und Jobs bringen, Europa umweltfreundlichen Biokraftstoff.

Deshalb förderten acht europäische und afrikanische Entwicklungsbanken – darunter die KfW-Tochter DEG – 2009 den Aufbau einer Biosprit-Produktion in dem westafrikanischen Land mit rund 200 Millionen Euro. Doch die Firma, die 10 000 Hektar Land von Kleinbauern pachtete, scheiterte grandios, kaum dass der Betrieb begonnen hatte.

Nur gut ein Jahr lang produzierte Addax Bioenergy im westafrikanischen Sierra Leone aus Zuckerrohr Treibstoff für den EU-Markt. Seit Mitte 2015 steht die Anlage in der Savanne still. „Unvorhersehbare Ereignisse“ wie der Ausbruch von Ebola hätten das Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht – so die Version von Addax.

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