Ein Requiem auf Europas CO2-Handel

Im Grunde weiß jeder: Das einstige Vorzeigeprojekt der EU-Klimapolitik ist klinisch tot und lässt sich durch halherziges Herumdoktern nicht wiederbeleben. Denn im Gegensatz zu anderen Maßnahmen zum Klimaschutz ist bei diesem künstlich geschaffenen Markt leicht zu messen, ob er steuernd wirken kann: Erst ab einem Preis von 20 bis 30 Euro pro Tonne Kohlendioxid gibt es einen Anreiz für Unternehmen, in klimaschonende Technologien zu investieren. Zurzeit liegt der Preis bei fünf Euro, also eindeutig zu niedrig. Es sind zu viele Zertifikate im Umlauf, das Angebot übersteigt die Nachfrage massiv. Nur ein radikaler Schnitt und der unschöne „Holzhammer“ von Mindestpreisen hätte daran etwas ändern können. Für beides hat wohl der Mut gefehlt.

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