Hohe Getreideerträge, gedämpfte Nettoimporte

Die Erträge bei Getreide sind im Erntejahr 2016 hoch ausgefallen. Demgegenüber fällt die Qualität zwar etwas ab, hält sich im internationalen Vergleich aber immer noch gut. Das gibt für die Bauern zumindest etwas Hoffnung, dass sich die Preise über dem internationalen Mindestniveau halten können.

In Summe, so Griesmayr, werde die Erntemenge von Getreide einschließlich Mais heuer um etwa 17 Prozent über jener des Vorjahres liegen. Insbesondere bei Weizen habe es ein deutliches Mengenplus von rund 20 Prozent gegeben. Damit verringere sich bei etwa gleichbleibendem Inlandsverbrauch der Nettoimportbedarf des österreichischen Getreidesektors von rund 800.000 Tonnen (t) im Vorjahr (1,2 Mio. t an Exporten standen 2,0 Mio. t an Importen gegenüber) auf heuer etwa 200.000 t.

Etwa die Hälfte des Gesamtverbrauchs in Österreich entfalle auf den Bedarf der Mischfutterwerke und den Eigenverbrauch der Landwirte in der Tierhaltung. Rund 12 Prozent des Getreidebedarfs fallen aus der menschlichen Ernährung an, 23 Prozent aus der industriellen Verarbeitung, zehn Prozent aus der Ethanolerzeugung und vier Prozent aus dem Saatgutbedarf.