Interview: Hans Herren fordert radikale Umgestaltung der Landwirtschaft

Zur Bewältigung künftiger Herausforderungen bedarf es einer radikalen Umgestaltung der Landwirtschaft und industrieller Lebensmittelsysteme. Das fordert Hans Herren, Ko-Präsident des Weltagrarberichts und Gewinner des Welternährungspreises sowie zahlreicher anderer Auszeichnungen, in einem Interview. In der neuen Broschüre „Agriculture at a Crossroads: IAASTD findings and recommendations for future farming“ zieht Herren Bilanz zur Wirkung des 2009 veröffentlichten Weltagrarberichts und nimmt aktuelle Debatten im Bereich Welternährung, Klima und Landwirtschaft in den Blick. „Die entscheidende Handlungsoption, die vom Weltagrarbericht ausging, lautet, dass in der globalen Landwirtschaft ein Kurswechsel hin zur Agrarökologie erfolgen muss, um die Herausforderungen einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung zu meistern“, betont Herren, der nun Präsident des Millennium Institute in Washington und der Schweizer Stiftung Biovision ist. Die Erkenntnis, dass unsere heutigen Agrar- und Ernährungssysteme nicht im Einklang mit den Erfordernissen einer nachhaltigen Welt sind, habe sich mittlerweile etabliert.

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