„Land der Äcker zukunftsreich?“ – Überblick über das Verhältnis von Produktion und Konsum

Getreide: Während 1955 noch fast 110 Kilo Getreide vom Durchschnittsösterreicher in allen möglichen Verarbeitungsformen konsumiert wurden, waren das 2012 nur mehr knapp 75. Zwischenzeitlich (1995) war dieser Wert aber sogar schon auf 60 Kg gesunken!

Ölsaaten: Also alle zur Ölgewinnung sich eignenden Pflanzensamen (Sonneblumen, Raps, Maiskeime, Soja etc.): hier hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch seit Mitte der Neunziger Jahre auf über 5 Kilo im Jahr 2012 mehr als verdoppelt.

Pflanzliche Öle: Auch hier nimmt der Pro-Kopf-Verbrauch stetig zu und lag 2012 bei knapp 14 Kilo. Da Oliven in Österreich nicht angebaut werden können, ist es klar, dass der SV-Grad bei den Ölen wesentlich niedriger ausfällt als bei den Ölsaaten (s.o.).

Obst: Erstaunlicherweise essen Herr und Frau Österreicher über die Jahrzehnte immer weniger Obst: so sank seit 1975 der Verbrauch von knapp 97 Kilo relativ kontinuierlich auf zuletzt 78.

Gemüse boomt hingegen. Mit Ausnahme eines kleinen Einbruchs Mitte der 80er (Tschernobyl) kletterte hier der Konsum von knapp 64 Kilo im Jahr 1955 auf stolze 111 Kilo 2012. Allein in den Jahren zwischen 2000 und 2012 statistisch gesehen um 1 Kilo pro Jahr.

Zucker: Obwohl Zucker von vielen Experten seit Jahren als ernährungstechnischer Gottseibeiuns ausgerufen wird, bleibt Herr und Frau Österreichers jährlicher Zuckerkonsum im Vergleich mit allen anderen Grundprodukten am stabilsten. Zuletzt lag er bei gut 37 Kilo.

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