Stärkung von Indigenen

Foto: INCUPO

Was in Österreich auf dem Teller, im Futtertrog oder Tank landet, hat oft einen weiten Weg hinter sich: Argentinien etwa setzt massiv auf den Export von landwirtschaftlichen Produkten. Während die offiziellen Entwicklungszahlen für Argentinien unaufhörlich nach oben steigen, nicht zuletzt durch diese Ausrichtung als Exportland für Agrarprodukte, ist die Armutsrate in zahlreichen Provinzen besorgniserregend. Besonders drastisch ist die Situation in der Chacó-Region – dem zweitgrößten Ökosystem der Welt – für zahlreiche indigene Gemeinschaften und Kleinbauernfamilien.

Riesige Monokulturen dehnen sich immer weiter auf die nördlichen Provinzen des Landes aus. Die dort lebenden Menschen werden vielfach vertrieben, die Natur wird rücksichtslos ausgebeutet. Die argentinische Verfassung und internationale Abkommen sichern der indigenen Bevölkerung eigentlich Schutz und das Recht auf Land zu. Doch sie werden einfach nicht eingehalten. Die schwere Wirtschafskrise, verbunden mit einer Hyperinflation, verschärft die bestehenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Landes.

Welthaus setzt sich gemeinsam mit der argentinischen Organisation INCUPO für die Rechte von Indigenen und Kleinbauernfamilien und gegen die zunehmende Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen ein. INCUPO klärt die Menschen über ihre Rechte auf und stärkt die Position von indigenen Organisationen – durch gezielte Vernetzung, Ausarbeitung und Umsetzung von Strategien und einen in der Öffentlichkeit geführten Diskurs über die Konflikte um Land und den Lebensraum der lokalen Bevölkerung.

Ein Ziel ist der Schutz von Wäldern mit ihrem breiten Angebot an Nahrungsmitteln, Tierfutter und Heilkräutern sowie ihrer wichtigen Funktion für das Klima. Wichtig ist auch der Schutz von Kulturen, mit ihrem großen Wissen über menschliche Beziehungen zur Natur und Spiritualität und ihrem sozialen Gemeinwesen. Dabei ist wesentlich, dass sie für sich selbst sprechen können, um ihr Recht auf Land zu verteidigen und selbst Lebensmittel herzustellen – in Eintracht mit der Natur.

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