Rechte für traditionelle Gemeinschaften

Als „traditionelle Gemeinschaften“ gelten in Brasilien Quilombos (Siedlungen der Nachfahren von geflohenen SklavInnen), Weidegemeinschaften und Kleinbauern, die ohne Landtitel auf Staatsland angesiedelt sind. Typisch für sie ist, dass sie das Land vielfach gemeinschaftlich nutzen. Brasilienweit gibt es rund 5.500 dieser Gemeinschaften.

Ein Präsidialdekret anerkennt diese Gemeinschaften und ihre Rechte – zumindest theoretisch. Doch die Umsetzung dieses Gesetzes ist völlig unzureichend. In vielen Fällen ist die Landfrage nicht geregelt. Die Bevölkerungsgruppe kämpft vielfach mit mangelnder Infrastruktur (Bildung, Gesundheit, Strom- und Wasserversorgung). Durch den  weitverbreiteten Rassismus wird sie zusätzlich diskriminiert.

Wenn die Hautfarbe eines Menschen wichtiger ist als das Leuchten seiner Augen, gibt es keinen Frieden

– Vertreter einer Quilombola-Delegation

Um die Lebenssituation und auch das Selbstwertgefühl von über 2000 Familien in den drei Bundestaaten Pernambuco, Minas Gerais und Bahia zu verbessern, stärken Marluce Melo und ihre KollegInnen von der Landpastoralkommission CPT die traditionellen Gemeinschaften mit Bildungsangeboten, Rechtsbeistand und Öffentlichkeitsarbeit. Eine   Wander-Fotoausstellung,  die in Städten, Schulen und auf Universitäten zu sehen sein wird,  zeigt die erlittene Gewalt der Gemeinschaften, ihren Kampf für ihre Rechte und das reiche Kulturgut dieser Gemeinschaften.

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar und Horizont3000 gefördert.

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