Rechte der Kleinbauern schützen

In ganz Brasilien sind mittlerweile fast 400 Windparks entstanden. Das Hochland Bahias mit seinen stetigen Winden bietet günstige Voraussetzungen für die Errichtung von Windrädern. Die lokale Bevölkerung hat dabei oft das Nachsehen. Ihre Landnutzungsrechte für Weideland werden nicht eingehalten, stattdessen wird das Gelände von den Betreibern der Windparks umzäunt. Statt versprochener Dauerarbeitsplätze gibt es nur harte, schlecht bezahlte Arbeit während der Bauphase.

Bei Kauf- und Pachtverträgen werden die Bauern und Bäuerinnen oft massiv benachteiligt oder betrogen!

– Carivaldo Ferreira dos Santos, Partnerorganisation CPT

Die Auswirkungen auf die Umwelt sind durchwegs negativ: Der Grundwasserspiegel sinkt, viele Böden werden versiegelt. Der Wasserverbrauch ist sehr groß – allein für die Errichtung eines Windradbetonsockels werden rund 150.000 Liter benötigt. Windräder vermischen die kühle Bodenluft mit jener der wärmeren in höheren Schichten. In einem Trockengebiet wie dem Nordosten kann das fatale Auswirkungen haben. Seit 2014 gibt es zwar eine Resolution des Nationalen Umweltrats, die den Bau von Windparks in ökologisch sensiblen Gebieten erschwert. Ausnahmeregelungen sind jedoch nicht selten.

Der brasilianische Projektpartner von Welthaus, die Landpastoralkommission CPT, begleitet und unterstützt die Kleinbauern und –bäuerinnen bei der Durchsetzung ihrer Rechte: durch Schulungen, die Vernetzung der Betroffenen, die Begleitung bei behördlichen Vorsprachen und durch Rechtsbeistand. Zudem wird die Zusammenarbeit der ländlichen bäuerlichen Gemeinschaften mit der Stadtbevölkerung gefördert. Beide Gruppen sind von Wassermangel und Wasserverschmutzung betroffen, die durch die Großprojekte verursacht werden.

Das Projekt wird gefördert von:

Eza FairStyria

 

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