Schulbildung und Kinderrechte für das Überleben in der Trockenzone

Die äußerst geringen Niederschlagsmengen in der Region Juazeiro und die geringe Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erfordern einen an diese extremen Bedingungen angepassten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Außer dem Rio São Francisco gibt es keine ständig wasserführenden Flüsse in der Region. Die Vegetation wird Caatinga (Trockensteppe) genannt und weist trotz ihrer vermeintlichen Kargheit eine verblüffende biologische Vielfalt auf. Um hier eine gute Zukunft zu haben und nicht abwandern zu müssen, muss gelernt werden, in Einklang mit der Eigenart von Klima und Vegetation zu leben.

Der ganzheitliche Convivencia-Ansatz bedeutet angepasstes Wirtschaften und Zusammenleben mit diesem semi-ariden Klima. Dazu sind folgende Grundvoraussetzungen nötig:

• ausreichend Grund und Boden
• eine für das Klima adaptierte Landwirtschaft
• Sammeln und Speichern des Regenwassers (Zisternen)

Dafür ist die Einbindung der Kinder und Jugendlichen von großer Bedeutung. In den Schulen, soweit sie überhaupt geöffnet sind, lernen die jungen Menschen nichts über die regionalen Potentiale, die sich von anderen Gebieten im Land gänzlich unterscheiden, sondern erfahren die eigene Lebensweise als ärmlich und rückständig.

Unser Projektpartner IRPAA bemüht sich seit langem, durch Schulungen, einen an die Region angepassten Lehrplan und Lehrerfortbildungen Präventivarbeit zu leisten. So können allmählich die negativen Vorurteile, mit denen die Region behaftet ist, korrigiert werden und junge Menschen selbstbewusst jenen Beruf auswählen und erlernen, der ihnen ein gutes Leben vor Ort ermöglicht.

Das Projekt wird gemeinsam mit der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar durchgeführt.

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