Maya-Völkern eine Stimme geben

2008 wurde der Rat der Maya-Völker im westlichen Hochland Guatemalas gegründet. Der Rat der Maya-Völker kämpft für ein würdiges Leben der benachteiligten Mehrheitsbevölkerung. Er fordert Mitspracherecht und Teilhabe an Bildung, Gesundheit, Justiz und Kultur. Er schlägt alternative Wirtschaftssysteme vor, die zu einem guten Leben für alle Menschen beitragen und die Umwelt schützen.

Die indigene Bevölkerung wurde in das unwegsame und gebirgige Hochland im Westen  Guatemalas zurückgedrängt. Gleichzeitig befinden sich in dieser Region viele Bodenschätze – neben Gold und Silber auch seltene Erze, Blei und Eisen. Die zahlreichen Flüsse bieten sich für riesige Wasserkraftwerke an, in den wenigen fruchtbaren Gebieten wird der Anbau der Palma Africana forciert. Lizenzen werden vom Staat an internationale Konzerne vergeben – ohne Berücksichtigung der sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Folgen für die in diesen Gebieten lebende Bevölkerung. Demokratisch getroffene Entscheidungen der Völker werden ignoriert, ebenso deren Recht auf den Schutz der Umwelt sowie ihre Menschen- und Territorialrechte.

Die indigenen Gemeinschaften leisten friedlichen Widerstand. Der Staat reagiert mit willkürlichen Inhaftierungen, Verfolgung und Kriminalisierung der Führungspersönlichkeiten.

Als wesentliches Werkzeug in der Durchsetzung der Rechte der Maya-Völker hat sich die Kommunikation entwickelt. Welthaus unterstützt den Rat der Maya-Völker bei diesem Vorhaben. Über alternative Kommunikationskanäle wie Gemeinschaftsradios, breit angelegte Pressekonferenzen, Informationen auf Websites, aktuelle Beiträge in sozialen Medien oder Teilnahme an öffentlichen Diskussionen werden die Lebensbedingungen aus dem Blickwinkel der benachteiligten, vorwiegend indigenen Bevölkerung dargestellt. Radios sind oft auch die einzige Informations- und Bildungsquelle für die Menschen, die weit abgelegen und verstreut in den Bergen leben.

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