Ukraine

Die Kriegsereignisse seit März 2014 haben die Ukraine in eine politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Krise gestürzt. Trotz des Friedensabkommens Minsk II. vom Februar 2015 kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen in den umkämpften Gebieten. Politische Instabilität, Inflation, finanzielle Engpässe in allen Bereichen und die Flüchtlingsversorgung sind die derzeit prägenden Faktoren im Alltag des Landes. Circa 5,2 Millionen Menschen sind vom Krieg betroffen, davon vier Millionen direkt. Rund 15 000 Menschen wurden verletzt und etwa 1,7 Millionen Menschen sind als Binnenflüchtlinge registriert.

Der Mindestlohn von 50 Euro reicht bei weitem nicht aus, um die Ausgaben des täglichen Bedarfs zu tätigen. Die enormen Preissteigerungen in den letzten Jahren und die hohe Inflation tragen zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten bei. Viele Familien sind von akuter Armut bedroht, obwohl beide Elternteile arbeiten. Die wirtschaftliche Situation von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien, von Alleinerzieherinnen und von Waisenkindern ist noch prekärer. Arbeitslosigkeit, Alkoholmissbrauch und Armut prägen den Alltag.

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