Bildung und Arbeit für Jugendliche

Landesweit ist jede fünfte Familie in der Ukraine von akuter Armut bedroht, selbst wenn beide Elternteile beschäftigt sind. Die wirtschaftliche Situation von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien, von Alleinerzieherinnen und von Waisenkindern ist noch prekärer: Arbeitslosigkeit, Alkoholmissbrauch und die daraus resultierende Armut sind die Haupthindernisse im Ausbildungsweg der Jugendlichen. Vielfach werden Jugendliche in die Arbeitslosigkeit bzw. in die Illegalität (auf den Schwarzmarkt) abgedrängt. Den Ausweg suchen viele junge UkrainerInnen in der Arbeitsemigration – oft auch illegal.

In der westukrainischen Stadt Ivano-Frankivsk unterstützt Welthaus gemeinsam mit der Caritas der griechisch-katholischen Kirche Jugendliche aus sozial schwachen Familien bei ihrer Berufsausbildung und vor allem bei der Arbeitsplatzsuche. Nach einem Jahr intensiver Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und mit den Arbeitsämtern ist es gelungen, 37 jungen Menschen einen Arbeitsplatz zu vermitteln.

Jugendliche, die ein Studium beginnen möchten, wurden durch gezielte Förderung bei der Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung unterstützt. Insgesamt konnte im letzten Schuljahr 44 jungen Menschen geholfen werden, damit sie die Aufnahmeprüfung an höheren Schulen erfolgreich absolvieren. Das Interesse und Engagement aller Beteiligten war überwältigend – nur so sind die überaus positiven Ergebnisse zu erklären. Zusätzlich wurden wertvolle Kooperationen eingegangen – vor allem mit unterschiedlichen Schultypen, Arbeitsämtern und Firmen. Dieses von Welthaus unterstützte Projekt zeigt, dass durch gezielte und konsequente Förderung die Bildungschancen für Jugendliche aus sozial schwachen Familien gewahrt werden können. Alle Beteiligten hoffen, dass diese Initiative fortgesetzt werden kann.

Dieses Projekt konnte 2017 dank der Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und mit HORIZONT3000 durchgeführt werden.

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