Wasser für alle? Eine Frage der Gerechtigkeit.

Foto: M. Spritzendorfer-Ehrenhauser

Begegnungen, die bewegen: Laden Sie unsere Gäste aus Brasilien zu einem Workshop ein!

Im April 2024 hat Welthaus Graz zwei Aktivist:innen aus dem Nordosten Brasiliens zu Gast. Aldenisse de Souza Silva und Moisés de Oliveira e Silva setzen sich in ihrem Heimatland für das Recht auf Wasser ein.

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel und ein Menschenrecht. Für Menschen, Tiere und das globale Ökosystem ist Wasser überlebensnotwenig und spielt auch in der Industrie eine bedeutende Rolle. Als wichtige Ressource in der Güterproduktion steigt die Nachfrage nach Wasser zunehmend und seine Verteilung wird zum Politikum, das Ungleichheiten verstärkt.

In Brasilien liegt die (politische) Macht nach wie vor in den Händen weniger Großgrundbesitzer:innen und internationaler Konzerne, deren Interesse vorwiegend die Maximierung ihres Profits ist. Durch das Vordringen von Agrobusiness, Bergbau und staatlichen Infrastrukturprojekten wie Staudämmen werden Menschen in vielen Fällen gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Diese Landkonflikte gehen oft einher mit existenzbedrohenden Konflikten um Wasser.

In Vorträgen und Workshops widmen sich unsere Gäste dem Thema Wasser und seiner politischen Bedeutung.

Aldenisse de Souza Silva ist ausgebildete Pädagogin und koordiniert das Bildungs- und Kommunikationszentrum sowie das Studierendenwohnheim von IRPAA, einer Partnerorganisation von Welthaus Graz und Dreikönigsaktion. Außerdem begleitet sie junge Menschen in ihrer Ausbildung. In ihrer Lehre stehen die Lebensrealitäten der Menschen in der halbtrockenen Region im Nordosten Brasiliens im Vordergrund. Bei ihrem Besuch in Österreich erhofft sie sich, Menschen für ein Engagement für eine bessere Welt zu inspirieren.

 

Moisés Borges de Oliveira e Silva ist Biologe und hat ein abgeschlossenes Aufbaustudium im Fach „Energie und Gesellschaft im zeitgenössischen Kapitalismus“. Er ist nationaler Koordinator von MAB. In seiner Arbeit engagiert er sich für die Rechte der Familien, die dem Minenmüll der Bergbauunternehmen ausgesetzt oder vom Bau der zahlreichen Wasserkraftwerke betroffen sind. In Österreich möchte er Partnerschaften zum Aufbau einer gerechteren Welt für alle stärken und neue Beziehungen aufbauen.

Von 15. bis 23. April 2024 sind Aldenisse und Moisés in der Steiermark. Laden Sie unsere Gäste zu einem Workshop in Ihre Schule, Pfarre oder Organisation ein!

Infos & Kontakt: Ana Siegl-Batljan: ana.siegl-batljan@welthaus.at