Alles eine Frage der Energie

90 Prozent der Energie in Tansania stammt aus erneuerbaren Quellen. Klingt gut? Ist es nicht zwingend. Das harte Sammeln von Feuerholz ist vor allem „Frauenarbeit“. Durch fehlende oder falsche Waldbewirtschaftung kommt es zu negativen Umweltauswirkungen. Unter anderem ist der Wasserhaushalt in vielen Regionen dadurch gefährdet. Schnellwachsende Hölzer wie Nadelbäume und Eukalyptus haben sich als ungeeignet bzw. gar negativ herausgestellt.

Tankstelle
Tankstelle

Benzin und Diesel kosten kaum weniger als in Österreich. Dadurch ist Energie in der Regel ein Luxusgut. In letzter Zeit wurden Erdöl- und Erdgasvorkommen in Tansania und entlang der Küste entdeckt. Ob diese Energie auch zum Wohle der Bevölkerung beitragen wird, muss abgewartet werden. Die Einnahmen durch die Förderung müssen dafür zumindest deutlich höher sein als diese bei Bodenschätzen sind, die bislang schon gefördert wurden. So erhält der Staat lediglich 1,5 Prozent der Umsätze bei Gold.

Die Bereitstellung und Sicherung der Energieversorgung stellt eine der größeren Herausforderungen dieses Landes dar. Erneuerbar alleine reicht nicht, es muss auch tatsächlich nachhaltig sein. Die Energieversorgung muss dazu beitragen, dass vor allem auch Frauen entlastet werden. Es müssen sozial und ökologisch verträgliche Lösungen gefunden werden. Am Ende soll(te) doch der Wohlstand des gesamten Landes erhöht, nicht nur die Geldtaschen von Geldsäcken gefüllt werden.

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