Enabling Rural Innovation

Wir besuchen am 14. März Projektdörfer von ACT Mara in der Region Mara. Es handelt sich dabei um eine Region, die durch chronische Ernährungsunsicherheit gekennzeichnet ist. Die Bevölkerung kann meist nicht einmal die grundlegendsten Bedürfnisse durch den Anbau von Produkten gewährleisten, Klimaveränderungen verstärken diesen Umstand noch weiter.

Bei den Berichten der Dorfbewohner hören wir aber von Kostenrechnung und Break-Even-Analysen, sehen wie aus Jatropha Seife produziert wird und welche Strategien die Kleinbauern an den Tag legen, damit ihre Ernährungssituation abgesichert wird und gleichzeitig auch das Einkommen aufgebessert werden kann.

Die DorfbewohnerInnen organisieren sich in Gruppen und bewirtschaften dabei gemeinsam Felder, machen Marktanalysen und vergeben Kredite untereinander. Auf Versuchsfeldern werden unterschiedliche Anbaumethoden und unterschiedliches Saatgut ausgetestet. Lokale Sorten schlagen dabei – meist deutlich – Hybridsaatgut.

ACT Mara setzt dabei auf das Konzept „Enabling Rural Innovation“ (ERI). Ohne dabei auf die eigene Ernährungssituation zu vergessen, versuchen die Kleinbauern Marktchancen zu nutzen und zu verbessern. Es ist spannend zu sehen, dass dabei der Break-Even-Point und erwartete Preisentwicklungen von unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Gütern wie selbstverständlich thematisiert werden und es vor allem Frauen sind, die das Heft in der Hand haben.

Die fünf ERI-Phasen
Die fünf ERI-Phasen

Es wird lösungs-, nicht problemorientiert argumentiert und gearbeitet und dann ist es positiv, wenn „die DorfbewohnerInnen nicht mehr über den Regen sprechen“.

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