Gebetsfeier im Parlament: Der Schrein bleibt leer

Theologin Michaela Quast-Neulinger kritisiert in einem Kommentar in der Presse die Gebetsfeier im Parlament am 8. Dezember:

„Art. 1 des Bundesverfassungsgesetzes ist eindeutig: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ Das Parlament ist jener Ort, an dem diese Macht in repräsentativer Form konkret wird. Als Vorsitzende der beiden Parlamentskammern an diesem demokratiepolitisch sensiblen Ort zu einer Gebetsfeier zu laden, untergräbt die für eine demokratische Republik wesentliche institutionelle Trennung von Politik und Religion. Wie Abgeordnete und vor allem Vorsitzende ihren Glauben leben und in ihre politische Haltung einbringen ist eine Sache, doch das politische Amt für das Ausrichten religiöser Veranstaltungen zu nutzen, überschreitet klar Grenzen.“

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