Kein Konsens in der EU-Agrarpolitik

Beim Ministertreffen in Brüssel gab es keine Einigung zu EU-Agrarpolitik nach dem Brexit. Der Konsens sei daran gescheitert, dass fünf EU-Staaten auf eine vollständige und EU-weite Angleichung der Direktzahlungen an Landwirte bestanden hätten, sagte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan nach dem Treffen am Montag. Da die EU-Ausgaben für Landwirtschaft wegen des Brexit ab 2020 deutlich sinken könnten, stand die zukünftige Verteilung der Mittel im Mittelpunkt der Debatten.

Polen, die Slowakei, Estland, Lettland und Litauen pochten demnach in den Verhandlungen auf die Angleichung der Direktzahlungen. Osteuropäische Staaten fordern bereits seit Längerem gleiches Geld für gleiche Anbaufläche. Bislang variieren die gezahlten Agrarhilfen pro Hektar von Land zu Land – in der Regel zu Ungunsten der Osteuropäer.

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