Brasilien

Brasilien gilt als eine der Kornkammern der Welt. Dennoch leben Millionen Menschen – vor allem im Nordosten – in Armut bzw. extremer Armut. Das Land ist geprägt von extremer sozialer Ungerechtigkeit und der ungleichen Landverteilung. Das vorherrschende Wirtschaftsmodell fördert Landkonzentration, privatisiert Wasser und verstärkt Abholzung sowie Wasserverschmutzung durch Agrargifte. Kleinbauernfamilien werden von ihrem Land vertrieben und jene, die sich für sie einsetzen, verfolgt.

Unter dem rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat sich die Lage der Kleinbauernfamilien weiter verschärft. Bereits im Wahlkampf 2018 verkündete er, dass es unter seiner Regierung keine Landreform geben werde. Die Landkonzentration nimmt weiter zu. Umweltschutzauflagen werden gelockert; die Klimakrise wird nicht ernstgenommen. Die Mittel für entsprechende Maßnahmen wurden fast komplett gestrichen.

Die von Welthaus unterstützten Projekte fördern den Zugang zu Land und die Verbesserung der Ernährungslage ländlicher Haushalte in den Bundesstaaten Bahia, Pernambuco, Alagoas, Paraíba, Rio Grande do Norte und Minas Gerais.