Schutz der Landrechte von Kleinbauern gegenüber Großprojekten

Foto: Ernst Zerche

Oberstes Ziel der aktuellen Regierung Bolsonaro ist die nationale Entwicklung in den Bereichen Technologie, Infrastruktur und Handel. Die weltweit agierende brasilianische Agrarindustrie ist ein Schlüsselsektor dieser Entwicklungsstrategie. Dafür wird bewusst akzeptiert, dass die Menschenrechte, die Rechte von Kleinbauern, Indigenen und anderen Minderheiten nichts mehr wert sind.

Ein vergleichbares Grundbuch, wie wir es kennen und das bei uns seit Generationen den Besitz regelt, gibt es so nicht. Vor allem die armen Kleinbauernfamilien, die in traditionellen Dorfgemeinschaften in Bahia im brasilianischen Nordosten leben, leiden darunter. Ihre Existenz ist durch Windparks, Solaranlagen und Großprojekte der Agroindustrie bedroht.

In seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesener Art werden Kleinbauern vertrieben und Menschen, die sich für sie einsetzen, verfolgt – in der Sicherheit der Straflosigkeit. Landrechte von Dorfgemeinschaften, die seit Generationen die Gebiete bewohnen, werden von Bergbaufirmen oder Großunternehmen schlichtweg ignoriert, mit stillschweigendem Konsens der Behörden.

Welthaus fördert eine Landwirtschaft, die dem halbtrockenen Klima des Sertão angepasst ist, und unterstützt die Bauern bei der Verteidigung ihrer Landrechte. Nur beides gemeinsam sichert nachhaltig das Leben und die Ernährung der Familien, die hier leben. Die Prozesse sind langwierig und erfordern kompetente Begleitung. In dieser schwierigen Situation unterstützt unser langjähriger Projektpartner, die CPT, die Kleinbauernfamilien.

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