Corona: Mit Bio-Landbau gegen den Hunger

Welthaus unterstützt Kleinbauernfamilien in Guatemala beim Anbau von Heilpflanzen, Obstbäumen und Gemüse.

Die Sozialpastoral der Diözese Huehuetenango wurde von der Katholischen Kirche im Jahr 1985 eingerichtet, um auf die schwierigen sozialen Realitäten und die große Armut in der Region im nordwestlichen Hochland Guatemalas zu reagieren). Der Anteil an indigener Bevölkerung ist hoch. Die Wirtschaft basiert primär auf den Rücküberweisungen aus dem Ausland, in einigen Regionen auf dem Anbau von Kaffee, wo die Männer als Tagelöhner auf den Plantagen arbeiten.

In den entlegensten Dörfern leben vorwiegend Angehörige mehrerer Maya-Völker. Den meisten Familien stehen kleine Grundstücke zur Verfügung, allerdings ist der Anbau der traditionellen Grundnahrungsmittel Mais und Bohnen auf den degradierten Böden mit der zunehmenden Trockenheit äußerst schwierig. Die Menschen besitzen auch kaum Betriebsmittel wie Arbeitsgeräte oder Samen, um die Selbstversorgung verbessern zu können.

Corona verschärft die Armut

Die COVID-19 Maßnahmen in Guatemala haben die prekäre Situation dieser Menschen noch verschärft: öffentliche Verkehrsmittel standen während des Lockdowns nicht mehr zur Verfügung und der Betrieb wird erst jetzt wieder schrittweise aufgenommen. Gemüsemärkte in den nahe liegenden Städten sind geschlossen. Die für viele lebenswichtigen Überweisungen von migrierten Familienangehörigen aus den USA sind massiv eingebrochen. Der Preis für lebensnotwendige Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse ist auf Grund der Knappheit angestiegen. Somit sind diese Lebensmittel für viele unerschwinglich.

Die Verbesserung der Lebensmittelversorgung in diesen Dörfern ist ein Gebot der Stunde. Mit agrarökologischen Methoden werden an Boden und Klima angepasste Gemüsesorten,  Obstbäume und Heilfpflanzen angebaut. Auch die Haltung von Kleintieren wie Kaninchen spielt eine wichtige Rolle für ihre Ernährung. Die Bauern und BäuerInnen werden geschult, ein Grundpaket an Betriebsmitteln wird zur Verfügung gestellt. Die Familien lernen, wie Lebensmittel weiterverarbeitet und konserviert werden.

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