Große Solidarität in Zeiten von Corona

Die westafrikanische Sahelzone ist von den Auswirkungen des Klimawandels bereits schwer betroffen, Überschwemmungen abwechselnd mit Dürreperioden bedrohen regelmäßig die kargen Ernten. Wie überall trifft auch im Senegal die Coronakrise die Armen am härtesten – und hier wiederum vor allem die ländliche Bevölkerung. Während die Märkte in den Städten von 6 bis 14 Uhr öffnen durften, waren alle Wochenmärkte am Land verboten. Diese Verbote haben drastische Auswirkungen auf jenen Großteil der Bevölkerung, der von der Landwirtschaft lebt: Viele Kleinbauern und -bäuerinnen konnten ihre Agrarprodukte nicht mehr auf den lokalen Märkten verkaufen, um ihre Familien zu ernähren.

Eine weitere Herausforderung ist der Zugang zu Nutz- und Trinkwasser. Brunnen sind oft vorhanden, diese und die händische Bewässerung allein reichen aber nicht aus. Zudem muss für Grundwasser oft sehr tief gegraben werden. Regenwasser stellt für einen großen Teil der Bevölkerung im Senegal eine Alternative dar, um nachhaltig Zugang zu Trink- und Nutzwasser zu erhalten. Die Sammlung, Bereitstellung und Reinigung von Regenwasser bietet der Bevölkerung neue Möglichkeiten, Zugang zu Wasser zu bekommen und gegen Krankheiten, die durch das Trinken von Brackwasser verursacht werden, anzukämpfen.

Parallel dazu wird ein Gartenbauprojekt initiiert. Für Großfamilien auf dem Land wird die Wasserversorgung verbessert, die Eigenversorgung mit Gemüse sichergestellt und mit dem Verkauf des Überschusses können weitere Haushaltskosten abgedeckt werden.

Umgesetzt wird das Projekt von einer langjährigen Partnerorganisation, Caritas Kaolack. Sie ist Mitglied von Caritas Senegal, und wurde im Dezember 1981 gegründet. Die Expertise im Wassermanagement wurde kürzlich auch von der FAO angefragt und genutzt. Auch in der nachhaltigen Implementierung von Gemüsegärten gehört die Caritas Kaolack zu den Pionieren  im Senegal.

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