Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Foto: Ernst Zerche

Missbrauch, frühe Schwangerschaften, häusliche Gewalt: Mädchen und junge Frauen in Not sind im Senegal oft auf sich allein gestellt. Welthaus unterstützt die Einrichtung von Erste-Hilfe-Einsatzkomitees.

In der Region Kolda im südlichen Senegal sind Kinderheirat und frühe Schwangerschaften weit verbreitet. Die jüngsten Mädchen sind erst 12 Jahre alt! Sie tragen ein erhöhtes Risiko für Müttersterblichkeit und Komplikationen bei Geburten.

Die jungen Mädchen sind vermehrt von häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch betroffen. Die Gründe, warum Eltern ihre Töchter in Kinderehen geben, sind mit dem Phänomen der frühen Schwangerschaft verbunden. Sie versuchen dadurch, außereheliche Schwangerschaften zu vermeiden. Diese sind auch ein häufiger Grund für Schulabbrüche.

Familienplanung, eine vom senegalesischen Staat und Frauenrechtsorganisationen forcierte Maßnahme gegen die hohe Müttersterblichkeit, ist in den ländlichen abgeschiedenen Dörfern sehr selten. Mädchen und junge Frauen in Notsituationen sind auf sich allein gestellt.

In diesen Dörfern hat OFAD, die Partnerorganisation von Welthaus, Erste-Hilfe-Einsatzkomitees eingerichtet. Eine Gruppe von Frauen wurde umfassend ausgebildet, um Frauen in Not beizustehen. Sie kennen die senegalesische Gesetzgebung und wirken als Sozialarbeiterinnen und Mediatorinnen.

Ein- bis zweimal im Monat werden wir zu Hilfe gerufen. Nach Vergewaltigungen oder wenn die Verheiratung eines jungen Mädchens droht …

erzählt Maimouna Dioulde Dialla.

Unter Wahrung der Vertraulichkeit wird der Fall der zuständigen staatlichen Behörde gemeldet. Unsere Projektpartnerinnen begleiten und unterstützen die Mädchen und ihre Eltern.

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