Heimische Bio-Bananen erobern den Markt

Im Zentrum der pulsierenden Hauptstadt Dakar verkaufen Händler Bio-Bananen aus der etwa 500 Kilometer entfernten Region Tambacounda im Osten des Senegal. In Tambacounda werden 80 Prozent der senegalesischen Bananen produziert.

Konsequent hat die Genossenschaft APROVAG, der 800 Bananenbauern angehören, an der Verbesserung der Qualität der Bananen und ihrer Vermarktung gearbeitet. Einen viertel Hektar besitzt ein Bauer, einen achtel Hektar die Bäuerin, damit muss die Familie über die Runden kommen. In der Produktion wurde die Bewässerung verbessert, unzählige Schulungen der Bauern folgten auf ihren Feldern: Die Blätter der Bananenstaude dürfen den Bananenschopf nicht berühren, sonst entstehen an den Früchten braune Flecken. Die Schnittwunden werden fachgerecht versorgt, die Böden gemulcht, die Bananenstauden regelmäßig mit einer aus lokalen Pflanzen hergestellten Tinktur gespritzt, um vor einem Bodenpilz zu schützen.

Derzeit ist einmal wöchentlich Erntetag. Nach genauen Regeln werden die zwischen 35 und 50 Kilo schweren Bananenschöpfe von der Staude geschnitten, mit einem Eselskarren zur nahegelegenen Packstation gebracht. Gewogen, gewaschen, geschnitten, nach Qualitätsklassen sortiert. Schließlich noch mit einem Zitronen-Wassergemisch besprüht, bevor sie sorgfältig in Schachteln verpackt werden. Ein Kühltransporter wird angefordert und die sensiblen Früchte machen sich auf den Weg auf die Märkte in den Städten des Landes.

Dort wurden bis vor kurzem fast ausschließlich importierte Bananen verkauft. Die heimischen Früchte konnten mit ihrer minderwertigen Qualität nicht konkurrieren. Die APROVAG-Bauern produzieren zur Zeit etwa 2000 Tonnen pro Jahr, davon kann nur ein Teil mit Qualitätsklasse 1 und damit entsprechend höherer Rendite verkauft werden.

Noch steht dieser erste Erfolg auf tönernen Füßen. APROVAG ist fest entschlossen mit Unterstützung von Welthaus den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen.

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