Gemeinsam für eine bessere Ernährung

Unsere lokale Partnerorganisation unterstützt Kleinbauern dabei, verbesserte Anbaumethoden zu erlernen und dadurch ihre Ernten zu erhöhen. Sie schließen sich zusammen und vermarkten ihre Produkte gemeinsam.

Die Region Mara im Norden ist eine der ärmsten Regionen Tansanias. Hier herrscht chronische Ernährungsunsicherheit. Die Region ist von Trockenheit geprägt, ausreichend Niederschläge gibt es in vielen Jahren nicht. Landwirtschaft bildet die Lebensgrundlage von 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung. Doch meist können die Menschen nicht einmal die grundlegendsten Bedürfnisse durch den traditionellen Anbau von Nahrungsmitteln abdecken. Hunger und Mangelernährung sind die Folge, längst haben viele Familien nur mehr eine Mahlzeit am Tag und sind zu schwach für die Schule oder die Arbeit am Feld. Die Klimakrise und Teuerungen verschärfen die ohnehin schwierige Situation.

Bessere Ernährung und Zugang zu Märkten

Eine in Ostafrika entwickelte Methode, der so genannte ERI (Enabling Rural Innovation) Ansatz ermöglicht es aber, die Ernährungssouveränität der Landbevölkerung zu erhöhen und ihren Zugang zu lokalen Märkten zu verbessern. Unsere lokale Partnerorganisation OWSL unterstützt die Landwirte dabei, verbesserte Anbaumethoden zu erlernen, die Produktion zu diversifizieren, Agroforstwirtschaft zu betreiben und ihre Produktion in angepasster Weise auszuweiten. Auch die Haltung von Kleintieren – wie Hühnern, Kaninchen oder Ziegen – erlernen die Familien neu. So können sie sich zum einen selbst gesünder ernähren und erzielen zum anderen sogar Überschüsse. Bauern und Bäuerinnen schließen sich zu kleinen Kooperativen zusammen und vermarkten ihre Produkte gemeinsam auf lokalen Märkten.

Dabei wird besonders darauf bedacht genommen, was lokal vorhanden ist, bzw. was sich auch auf lokalen und regionalen Märkten gut verkaufen lässt. Honig und medizinische Seife sind gute Beispiele für erfolgreiche Vermarktungsprodukte in der Region. Aber auch Kaninchen sind begehrt. Eine Frauengruppe hat damit begonnen, Batikstoffe zu produzieren.

Mein Mann und ich haben durch das Projekt gelernt, dass wir Bildung wertschätzen und wir wollen daher, dass unsere Kinder in die Schule gehen und nicht wie früher auf die Rinder aufpassen. Ich persönlich habe sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen und kann auch leicht vor der Gruppe sprechen.

Luisa Teema, Kleinbäuerin

Forschungs- und Projekterfahrungen zeigen, dass Kleinbauern und -bäuerinnen durch Partizipation und Innovation gestärkt werden, damit sie erfolgreich Märkte identifizieren und unternehmerisches Handeln entwickeln können. Gleichzeitig werden sie ermächtigt, langfristig Ernährungssouveränität aufzubauen, was mit dem nachhaltigen Schutz natürlicher Ressourcen Hand in Hand geht.

Mit Ihrer Hilfe …

Ein Hase oder Huhn zum Aufbau einer Zucht kosten je 4 bis 5 Euro.

Der Preis für eine Ziege liegt bei circa 50 Euro.

Ein Training zum nachhaltigen Management der natürlichen Ressourcen kostet für ein Dorf 320 Euro.

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