Corona: Eine/r von Hundert ist geimpft

Seit dem Tod von Präsident Magufuli im März 2021 und der Übernahme des Präsidentenamts durch Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan hat sich der Diskurs in Tansania geändert. Die Präsidentin selbst trägt bei öffentlichen Veranstaltungen Maske und als eines der letzten Länder weltweit hat Tansania mittlerweile eine Impfkampagne gestartet.

Allerdings gibt es auch aufgrund des Diskurses von Magufuli seit Beginn der Pandemie große Ressentiments in der Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Die ersten 1 Million Dosen Impfstoff, die ins Land geliefert wurden, konnten noch nicht vollständig verimpft werden. Anfang Oktober 2021 hat sich die Staatspräsidentin daher an alle religiösen Führer des Landes gewandt und sie gebeten, die Impfkampagne zu unterstützen.

Sehr geringe Impfquote

Auch wurde innerhalb kurzer Zeit die Zahl der Impfzentren im Land von 550 auf 6800 erhöht. Mit Stand Ende September sind ca. 460.000 Menschen vollständig geimpft, was einer Impfquote von 0,8 Prozent der Bevölkerung entspricht. Insgesamt ist die Durchimpfungsquote in Afrika sehr gering, die WHO gibt 3,7 Prozent als vollständig Geimpfte an. Ziel ist es, dass bis Ende 2022 30 Prozent der Bevölkerung Afrikas Zugang zu Impfungen hatte.

Die Zahl der an Corona erkrankten bzw. verstorbenen Personen wird offenbar nach wie vor nicht erhoben. Prinzipiell bemüht sich das Land, die Wirtschaft anzukurbeln bzw. am Laufen zu halten. Aufgrund der liberalen Einreisepolitik kamen seit Beginn der Pandemie nach wie vor Touristen ins Land, wenngleich die Tourismusbranche eingebrochen ist.

Die Welthaus-Projektpartner arbeiten weiterhin in den Dörfern – allerdings unter Auflagen, die große Zusammenkünfte verbieten und eine Verbreitung der Krankheit zu unterbinden versuchen. Bei ihren Gesprächen versuchen unsere Partner die Menschen in den Dörfern verstärkt über das Corona-Virus aufzuklären und sie zur Einhaltung und richtigen Durchführung der Hygienemaßnahmen und von „Social-Distancing“ zu bewegen. Es ist auch gelungen, in einem lokalen Radiosender umfangreiche Informationen zur Vorbeugung und zum Umgang mit dem Virus zu senden.

Jetzt Spenden»