Corona in der Ukraine: Den Winter überstehen

Foto:Caritas Volnovacha

Die Corona-Krise verschärft die ohnehin schwierige Lage in der Ukraine enorm. Die Welthaus-Partner in Ivano-Frankivsk und Konotop verteilen Hilfspakete und sprechen den Menschen in dieser schweren Zeit Mut zu.

Die Corona-Pandemie trifft die Ukraine in einer schwierigen Lage: Der Konflikt um die abtrünnigen autonomen Republiken Donezk und Luhansk schwelt seit Jahren. Das Land ist in einer schweren politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise mit hoher Inflation und finanziellen Engpässen in allen Bereichen. Fünf Millionen Menschen sind vom Konflikt betroffen. Die fast zwei Millionen Binnenflüchtlinge können kaum versorgt und integriert werden.

Keine Arbeit, kein Essen

Die Corona-Krise verschärft die Lage enorm: Die Lebensmittelpreise steigen, manche Grundnahrungsmittel sind knapp, Krankenhäuser überfüllt. Seit Herbst steigen die Zahlen der Neuinfizierten stark an, obwohl vergleichsweise wenig getestet wird. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. Sie müssen ohne staatliche Hilfen auskommen. Und der Winter ist da. Unter der Situation leiden besonders Flüchtlinge, Familien mit Kindern sowie alte und kranke Menschen, deren Pension unter 100 Euro liegt. Es fehlt an allem: Nahrungsmittel, warme Kleidung und Heizmaterial. Viele hungern und frieren.

Kranksein ist nicht leistbar

Das Gesundheitssystem ist auch ohne Pandemie am Limit. Der Mindestlohn von rund 150 Euro reicht bei Weitem nicht aus, die nötigen Ausgaben des täglichen Bedarfs zu decken. Wird ein Familienmitglied kraink, ist eine Behandlung für viele Familien nicht finanzierbar: Es gibt zwar ein staatliches Gesundheitssystem, es ist aber in sehr schlechtem Zustand. So muss man auch im Krankenhaus in der Regel für Verpflegung, Bettwäsche und Hygiene selbst sorgen und auch die Medikamente selbst bezahlen.

Jugenzentrum und Caritas als Zufluchtsorte

Das Jugendzentrum des Vereins „Viden“ in der Stadt Konotop kümmert sich um Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen und Flüchtlingsfamilien. Welthaus unterstützt das Jugendzentrum seit vielen Jahren. Derzeit kann der Kontakt mit den Jugendlichen und ihren Eltern nur über Telefon, soziale Medien und Videokonferenzen aufrechterhalten werden, Treffen und Kurse können nicht stattfinden.

In Ivano-Frankivsk in der Westukraine arbeitet Welthaus mit der griechisch-katholischen
Caritas zusammen. Sie ist eine wichtige Anlaufstelle für sozial Bedürftige und unterstützt
auch Flüchtlinge in der Krisenregion.

Hilfspakete

Beide Projektpartner von Welthaus versorgen Familien, ältere Menschen und Binnenflüchtlinge, mit dem Nötigsten: Lebensmittel und Hygieneartikel, vereinzelt auch Heizmaterial. Wöchentlich werden Hilfspakete an bedürftige Familien übergeben. Schon während der ersten Pandemie-Welle konnte so etlichen Familien geholfen werden.

Der Zustrom an Bedürftigen zu unseren Projektpartner wird immer größer: Gerade jetzt zu Winterbeginn brauchen noch viele weitere Familien Unterstützung!

Bitte helfen Sie uns, weitere Hilfspakete zu finanzieren – mit Ihrer Spende!

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