Rechtsstruktur

Welthaus ist seit 1970 die entwicklungspolitische Einrichtung der Katholischen Kirche Steiermark. Die zentrale Aufgabe von Welthaus ist der Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit weltweit. Projekt-, Anwaltschafts- und Bildungsarbeit kooperieren im Welthaus eng miteinander. Entwicklung bedeutet Veränderung in Armutsregionen, aber auch hier bei uns in Österreich.

In Entwicklungsländern unterstützt Welthaus mit Mitteln des steirischen Kirchenbeitrags und Spendengeldern vorwiegend Projekte, die die Armut in ländlichen Regionen verringern und die Menschenrechtssituation verbessern. Weitere Schwerpunkte sind Frauenförderung und Projekte zu Landrechtsfragen. Um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, hat Welthaus in Schwerpunktländern bzw. -regionen langfristige Partnerschaften aufgebaut. In Ost- und Südosteuropa unterstützt Welthaus Projekte zur Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen, Erwachsenenbildnern und benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Die Informations- und Bildungsarbeit in der Steiermark basiert auf den Erfahrungen der ProjektpartnerInnen von Welthaus. Begegnung, Austausch, voneinander Lernen und das Entwickeln einer globalen Weltsicht sind wesentliche Eckpfeiler der Bildungsarbeit von Welthaus. Das Grundprinzip dabei ist, mit Menschen aus anderen Kulturen in offenen Kontakt zu treten, die Welt aus der Sicht anderer zu betrachten und die Konsequenzen des eigenen Handelns in einem globalen Zusammenhang zu sehen.


Welthaus Diözese Graz-Seckau gliedert sich in zwei Rechtspersönlichkeiten:

• Welthaus der Diözese Graz-Seckau
• Entwicklungszusammenarbeit des Welthauses der Diözese Graz-Seckau

Entwicklungspolitische Bildungs-, Anwaltschafts- und Informationsarbeit werden von Welthaus der Diözese Graz-Seckau durchgeführt. Projekte der Entwicklungszusammenarbeit werden durch die Entwicklungszusammenarbeit des Welthauses der Diözese Graz-Seckau finanziert.

Das Welthaus der Diözese Graz-Seckau ist gemäß can.114 ff CIC ein kirchliches Institut, dem Rechtspersönlichkeit als öffentliche juristische Person zukommt. Der Sitz befindet sich in Graz. Seine Tätigkeit ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausrichtet.
Statut Welthaus

Die „Entwicklungszusammenarbeit des Welthauses der Diözese Graz-Seckau“ dient ausschließlich kirchlichen, gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken und der Bekämpfung von Armut und Not in Entwicklungsländern wie auch der Hilfeleistung in Katastrophenfällen. Sie ist eine kirchliche Rechtsperson, die vom Bischof der Diözese Graz-Seckau mit Dekret vom 10. Juni 2009, Ord.-Zl.: 15 En 2-09, mit dem Sitz in Graz errichtet worden ist.

Statut Entwicklungszusammenarbeit des Welthauses

Das Welthaus erhält die notwendigen Mittel zur Verwirklichung seiner Aufgaben vorwiegend durch Unterstützung seitens der Diözese Graz-Seckau und bringt weitere Mittel durch öffentliche und sonstige Zuwendungen auf. Finanzen »


Die Organe des Welthauses sind das Kuratorium, der Beirat und der Geschäftsführer.

Dem Kuratorium obliegt die Beschlussfassung über wichtige Angelegenheiten sowie Begleitung und Überprüfung der Tätigkeit des Welthauses entsprechend den kirchenrechtlichen Bestimmungen und den Weisungen des Ordinarius.

Der Beirat stellt die Plattform der diözesanen Einrichtungen dar, die im Bereich Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit tätig sind.

Vorsitzender des Kuratoriums

Univ.-Prof. Dr. Johann Pfeifer ist seit 1. November 2015  Vorsitzender von Welthaus. Pfeifer war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2022 Chirurg an der Universitätsklinik für Chirurgie der Medizinischen Universität in Graz und arbeitet als Facharzt für Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie mit dem Schwerpunkt Koloproktologie (Darm- und Hämorrhoidenchirurgie) in Graz und Feldbach. Sein besonderes Interesse gilt seit langem der Medizin in Entwicklungsländern. Projekte und Forschungsaufenthalte führten ihn u.a. nach Nigeria, Indien, Kasachstan, Russland, die Mongolei, Kosovo und in die USA.

Geschäftsführer

Seit Juli 2021 ist Mag. Markus Meister, MA mit der Leitung und Führung des Welthauses der Diözese betraut. Der Geschäftsführer führt seine Aufgaben in enger Kooperation mit dem Bischöflichen Ordinariat durch.

Nach dem Zivildienst im Welthaus und dem Studium der Volkswirtschaft und Soziologie war Meister seit 2010 im Welthaus in der Anwaltschaft- und Bildungsarbeit tätig.