Weniger Feuerholz, mehr Zukunft

In der Region Kolda unterstützt Welthaus Frauen dabei, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Mit verbesserten Kochherden sparen sie Zeit und Brennholz, schützen ihre Gesundheit und die Umwelt. Gleichzeitig schaffen eigener Reisanbau, Schulungen und unternehmerische Initiativen neue Einkommensmöglichkeiten und stärken die Ernährungssicherheit ihrer Familien.

Projektdetails

Projektnummer: 2692305
Laufzeit: Jänner 2023 – Dezember 2026
Partner vor Ort: OFAD (Organisation de Formation et d’Appui au Développement)
Kofinanziert mit: horizont3000, LED, ADA

Ernährung

Geschlechtergerechtigkeit

Umwelt- und Klimaschutz

Die Region Kolda im Süden des Senegal ist geprägt von fruchtbaren Ackerflächen, Wäldern und einer lebendigen ländlichen Kultur. Rund 60 Prozent der etwa 634.000 Einwohner leben von der Landwirtschaft und sind unmittelbar auf gute Ernten angewiesen.

Doch der Klimawandel verändert die Lebensgrundlagen zunehmend: Unregelmäßige Niederschläge und steigende Temperaturen führen zu sinkenden Erträgen und geringeren Einkommen. Mehr als die Hälfte aller Haushalte lebt in Armut, Ernährungsunsicherheit nimmt zu – besonders Frauen und Kinder sind davon betroffen.

Für viele Frauen bedeutet das lange Arbeitstage, stundenlanges Sammeln von Brennholz und kaum Möglichkeiten, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften oder die Ernährung ihrer Familien nachhaltig zu verbessern. Welthaus und sein Partner OFAD setzen genau hier an.

Neue Chancen durch verbesserte Kochherde

Im Dorf Sare Samba Diaba lernen Frauen, verbesserte Kochherde selbst herzustellen. Diese einfachen, aber wirkungsvollen Herde verändern den Alltag spürbar:

bis zu 75 Prozent weniger Brennholzverbrauch
• mehr als eine Stunde Zeitersparnis pro Tag
• weniger Rauchentwicklung und damit geringere gesundheitliche Belastung
• Schutz der umliegenden Wälder durch geringeren Holzbedarf

Die gewonnene Zeit können die Frauen für ihre Familien, die Landwirtschaft oder einkommensschaffende Tätigkeiten nutzen.

Margareta Moser, MA

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+43 316 324556-16

Reis aus eigener Produktion

Parallel dazu bauen die Frauen auf eigenen Feldern Reis an. Mit Unterstützung der Agrartechniker von OFAD erhalten sie Schulungen zu klimaangepassten Anbaumethoden, nutzen angepasste frühreife Reissorten wie Nérica 4 und 6 sowie organischen Dünger aus Haushaltsabfällen.

So steigen die Ernteerträge deutlich. Der selbst angebaute Reis verbessert die Versorgung der Familien mit einem wichtigen Grundnahrungsmittel und trägt dazu bei, Hunger und Mangelernährung zu reduzieren.

Frauen schaffen Einkommen

Gemeinsam entwickeln die Frauen neue Einkommensmöglichkeiten. In kleinen Unternehmer:innen-Gruppen erarbeiten sie innovative Aktivitäten – von der Geflügelhaltung bis hin zu Spar- und Kreditgruppen. Dadurch können sie wirtschaftlich unabhängiger werden und Investitionen tätigen, ohne auf teure Bankkredite angewiesen zu sein.

Kochkurse ergänzen das Programm: Frauen lernen, nährstoffreiche Gerichte auf Basis lokaler Produkte – Reis, Hirse, Mais – zuzubereiten, und wirken so aktiv gegen Mangelernährung bei Kindern.