Krieg in der Ukraine: Überleben sichern

Im vierten Jahr des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist die Bilanz verheerend: hunderttausende Tote und Verletzte, mehr als fünf Millionen Flüchtlinge im Ausland und fast vier Millionen Binnenvertriebene. Verwüstete Landstriche, zerstörte Infrastruktur sowie massive Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneprodukten prägen den Alltag. Rund 13 Millionen Ukrainer:innen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Projektdetails

Projektnummer: 9852201

Nothilfe

Ob in der Grenzregion Sumy oder im Westen des Landes – Luftangriffe und Raketenalarm gehören im ganzen Land zum Alltag. Bei Sirenengeheul suchen die Menschen Schutzräume auf und hoffen, dass ihre Wohnung, die Schule oder der Arbeitsplatz verschont bleiben und keine Menschen zu Schaden kommen. Besonders hart trifft der Krieg jene, die nicht fliehen konnten: ältere Menschen, Kranke und sozial Benachteiligte. Welthaus und lokale Partner unterstützen die notleidende Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. 

Hilfe unter extremen Bedingungen

Welthaus arbeitet seit rund zwanzig Jahren mit Partnerorganisationen in der Ukraine zusammen. Diese langjährigen Beziehungen ermöglichen es, auch unter Kriegsbedingungen rasch und gezielt zu helfen. Seit Beginn des Krieges wurden die Projekte an die neuen Gegebenheiten angepasst und durch humanitäre Hilfe ergänzt. Die Partnerorganisationen versorgen die notleidende Bevölkerung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten, Kleidung und Heizmaterial, um das Überleben zu sichern.

Trotz der ständigen Bedrohung des eigenen Lebens versorgen unsere Projektpartner:innen die notleidenden Menschen.

„Längst bitten nicht mehr nur die Menschen am Rand der Gesellschaft um Hilfe. Die Not ist in der Mittelschicht mit voller Wucht angekommen. Lebensmittel sind zwar erhältlich, aber kaum mehr bezahlbar, denn die Menschen sind jetzt vielfach arbeitslos und die Ersparnisse aufgebraucht.“

berichtet Svitlana, Projektpartnerin von Welthaus in der Ostukraine. Ihr Team ist unermüdlich im Einsatz, beschafft Lebensmittel, organsiert (Gutscheine für) Heizmaterial, hilft bei bürokratischen Amtswegen und verteilt Kleidung an die Hilfesuchenden. Immer wichtiger wird auch die psychologische Hilfe, die viele vom Krieg traumatisierte Menschen in Anspruch nehmen. Auch diese wird Gutteiles mithilfe von Spenden an Welthaus finanziert.

Marion Steifer

E-Mail schreiben »

+43 316 324556-27

Psychische Belastung nimmt zu

Neben der materiellen Not ist die psychische Belastung enorm. Ständige Angst, Verluste von Angehörigen und die Ungewissheit über die Zukunft hinterlassen tiefe Spuren – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Nach fast vier Jahren Krieg reicht es nicht mehr aus, ausschließlich akute humanitäre Hilfe zu leisten: Die Bewältigung psychischer Traumata, ausgelöst durch die anhaltende Terrorisierung der Bevölkerung, wird immer dringlicher.

Immer mehr Menschen suchen psychologische Beratung und Begleitung. Der Bedarf wächst stetig, während die verfügbaren finanziellen Ressourcen zunehmend knapper werden. Welthaus Graz führt die Nothilfe fort und passt sie laufend an die aktuellen Bedürfnisse der ukrainischen Partner:innen an.

Mit Ihrer Spende helfen Sie mit, das Überleben der betroffenen Bevölkerung zu sichern und ihnen inmitten des Krieges Halt und Hoffnung zu geben.