Indigene Frauen gegen Umweltzerstörung. Vortrag & Diskussion mit Gästen aus Bolivien.
Was würden Sie tun, wenn der Fluss, der Ihre Ernährung, Kultur und Identität sichert, langsam stirbt? Am Rio Pilcomayo in Bolivien ist diese Frage für indigene Gemeinschaften bittere Realität. Umweltverschmutzung durch Bergbau, großflächige Landwirtschaft und die Folgen der Klimakrise belasten Wasser, Böden und Gesundheit. Die Ursachen reichen weit über Bolivien hinaus – sie sind eng mit globalen Produktions- und Konsummustern verbunden.
Doch mitten in diesen Herausforderungen organisieren sich indigene Frauen. Sie gründen Kollektive, entwickeln nachhaltige Einkommensmöglichkeiten, setzen sich für den Zugang zu sauberem Wasser ein und kämpfen für ihre Rechte, für kulturelle Anerkennung und für eine lebenswerte Zukunft ihrer Gemeinschaften.

Lenny Espinoza ist Anthropologin mit Schwerpunkt angewandte Anthropologie und Kulturmanagerin und verfügt über langjährige Erfahrung in der Gemeindearbeit mit indigenen Völkern. Derzeit arbeitet sie mit Frauen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Weenhayek-Volkes zu Menschenrechten, Zugang zur Justiz und Klimawandel. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Frauen, der Sicherung von Lebensgrundlagen wie Fischerei und Kunsthandwerk sowie der Förderung weiblicher Führung aus einer interkulturellen Perspektive..

Águeda Colque ist Koordinatorin des Projekts K’acha Kausakunapaq (In Harmonie leben) bei ISALP in Bolivien. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit indigenen Gemeinschaften, insbesondere zu Gendergerechtigkeit, Dialogprozessen, nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssouveränität und ist national wie international in Beratungs- und Austauschprogrammen tätig.
Lassen Sie sich inspirieren, stellen Sie Fragen, kommen Sie mit unseren beiden Gästen ins Gespräch und erfahren Sie aus erster Hand, wie indigene Menschen Tag für Tag für Gerechtigkeit, Teilhabe und den Schutz ihrer Lebensräume eintreten.
In Kooperation mit:

